13. Juni 2017 – Heike Schwarz

Ausstellung – Zum 200. Todestag Abraham Gottlob Werners

Wir wollen ehren was du erschufest

Was wissen Sie eigentlich über Abraham Gottlob Werner wirklich?

Wer war dieser Abraham Gottlob Werner, der bis heute als Vater der modernen Geologie und Mineralogie bezeichnet wird, der den Weltruf der Bergakademie Freiberg begründete , mit seinem neptunistischen Gedankengut angeblich einen Paradigmenwechsel in der Naturphilosophie provozierte und dessen Ideen die romantische Landschaftsmalerei wesentlich beeinflussten.
Wer war der Mensch, der als Kind durch die Gräflich-Solmsschen Hüttenwerke streifte, seine Profession in der Entwicklung der Geowissenschaften fand, der mit Begeisterung ordnete und strukturierte und der schon von Kindesbeinen an eine ganz besondere Begabung für Sprachen zeigte.
Wer war der Gelehrte, dem man so viel Achtung entgegen brachte, dass man widerlegte Erkenntnisse Werners als eigene Fehler ansah, dem Kollegen, Schüler und Freunde ein Denkmal setzten, dass nicht seine Verdienste um die Wissenschaft hervorhebt, sondern seine Irrtümer verewigte.
Wer war der Mann, den man in den Salons als interessante Person und durchaus gute Partie bezeichnete, allerdings mit der Randbemerkung, er trage stets eine Metallplatte auf dem Bauch und sei etwas hypochondrisch …

Eine Antwort auf diese Fragen gibt die neue Sonderausstellung der Universitätsbibliothek. Sie wird mit Achtung die vielen Facetten dieses Gelehrten der Aufklärung beleuchten und mit Humor aber auch seinen kleinen Eigenheiten Raum geben.


Wir möchten Sie auf unser Werner-Symposium vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 hinweisen, welches zum 200. Todestag des Geologen, Mineralogen und Montanwissenschaftlers Abraham Gottlob Werners in Freiberg stattfindet. #werner2017

25. September 2015 – Heike Schwarz

Heute vor 266 Jahren wurde Abraham G. Werner geboren

#Kalenderblatt

Eine kleine Anekdote zum heutigen Geburtstag von Abraham Gottlob Werner, den wohl bekanntesten Lehrer der Bergakademie, über den es verschiedenste Dinge zu berichten gibt.

So schrieb z.B. der Philosoph und Naturforscher Henrich Steffens in einem Brief an Caroline Schelling, er habe einen Mann für deren Tochter Auguste – den Bergrat Werner in Freiberg. Nachdem er ausführlich die wissenschaftlichen Qualitäten Werners gelobt hat, fügt er hinzu: “… Man stelle sich vor, er heizt den ganzen Sommer über seinen Ofen, geht niemals ohne Pelz aus und trägt stets wo er geht, eine wärmende Blechplatte auf dem Bauch …“. Die Frage Augustes, ob er sie denn auch im Ehebett trüge, kann aus heutiger Sicht mit einem klaren „nein“ beantwortet werden – Werner war nie verheiratet, ob das nun allerdings vielleicht an jener Wärmflasche lag, konnte bis jetzt nicht erforscht werden.

Tatsächlich litt Werner offensichtlich an einer Unterleibserkrankung. Er war überaus ängstlich und um seine Gesundheit besorgt. Das veranlasste ihn, sich warm zu kleiden, den Magen mit einem Tierfell zu wärmen und wenn er unter Magenschmerzen litt, eben besagte Blechplatte unter seinem Wams zu tragen.

Werners Briefkorrespondenzen: http://t.co/9EdU3IqzdO

Reisepass-Werner
Reisepass Abraham Gottlob Werners: ausgestellt am 10. October 1816 für eine Reise von Freyberg nach Karlsbad in Begleitung von Johann Traugott Lindner (Bestand: UB Freiberg – 12.4884 4.)