27. November 2017 – Heike Schwarz

Ausstellung: Frauen und die Reformation im Freiberger Ländchen

Die Ausstellung widmet sich dem Leben jener Frauen, unter ihnen 24 namentlich erwähnte Nonnen, die in der Reformation die Chance auf mehr eigene Rechte sahen und sich deshalb mutig für die neue Religion einsetzten.

Auch wenn im Zusammenhang mit der Reformation meist nur die Namen bedeutender Männer genannt werden, so waren es auch im Freiberger Ländchen zwei Dinge, die ihre Einführung wesentlich beschleunigt haben – der Buchdruck mit beweglichen Lettern und die Beharrlichkeit willensstarker Frauen – allen voran Katharina von Mecklenburg. Seit 6. Juli 1512 mit Herzog Heinrich dem Frommen von Sachsen verheiratet, setzte sie sich unbeirrt und mit tiefer Überzeugung für die neuen Lehren Luthers ein. Sie bekehrte ihren Mann, der aus Angst vor seinem Bruder, dem regierenden Herzog Georg, bis 1536 die Reformation unterdrückte. Sie brachte reformatorische Druckschriften in Umlauf. Einige dieser Drucke gelangten in die Klöster der Umgebung und führten zur Flucht von mehreren Nonnen aus dem Magdalenerinnen-Kloster in Freiberg. Unter ihnen Ursula von Münsterberg, die noch vor ihrer Flucht 1528 eine eigene Denkschrift mit 69 Artikeln zur Rechtfertigung ihres Austritts verfasste.

13. Juni 2017 – Heike Schwarz

Ausstellung – Zum 200. Todestag Abraham Gottlob Werners

Wir wollen ehren was du erschufest

Was wissen Sie eigentlich über Abraham Gottlob Werner wirklich?

Wer war dieser Abraham Gottlob Werner, der bis heute als Vater der modernen Geologie und Mineralogie bezeichnet wird, der den Weltruf der Bergakademie Freiberg begründete , mit seinem neptunistischen Gedankengut angeblich einen Paradigmenwechsel in der Naturphilosophie provozierte und dessen Ideen die romantische Landschaftsmalerei wesentlich beeinflussten.
Wer war der Mensch, der als Kind durch die Gräflich-Solmsschen Hüttenwerke streifte, seine Profession in der Entwicklung der Geowissenschaften fand, der mit Begeisterung ordnete und strukturierte und der schon von Kindesbeinen an eine ganz besondere Begabung für Sprachen zeigte.
Wer war der Gelehrte, dem man so viel Achtung entgegen brachte, dass man widerlegte Erkenntnisse Werners als eigene Fehler ansah, dem Kollegen, Schüler und Freunde ein Denkmal setzten, dass nicht seine Verdienste um die Wissenschaft hervorhebt, sondern seine Irrtümer verewigte.
Wer war der Mann, den man in den Salons als interessante Person und durchaus gute Partie bezeichnete, allerdings mit der Randbemerkung, er trage stets eine Metallplatte auf dem Bauch und sei etwas hypochondrisch …

Eine Antwort auf diese Fragen gibt die neue Sonderausstellung der Universitätsbibliothek. Sie wird mit Achtung die vielen Facetten dieses Gelehrten der Aufklärung beleuchten und mit Humor aber auch seinen kleinen Eigenheiten Raum geben.


Wir möchten Sie auf unser Werner-Symposium vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 hinweisen, welches zum 200. Todestag des Geologen, Mineralogen und Montanwissenschaftlers Abraham Gottlob Werners in Freiberg stattfindet. #werner2017

17. Februar 2017 – Heike Schwarz

Ausstellung “500 Jahre St. Joachimsthal – Jáchymov”

Zur Geschichte des Joachimsthaler Bergbaus

Die Universitätsbibliothek widmet ihre neue Ausstellung der 500jährigen, wechselvollen Geschichte des Joachimsthaler Bergbaus.

1517 vom böhmischen Graf Schlick und sächsischen Adligen gegründet, bringt der Silberbergbau der Stadt großen Reichtum und 1519 mit dem Joachimsthaler sogar eine eigene Münze. Es folgen unterschiedlichste Bergbauperioden, die Gründung der weltweit ersten Bergschule, eine umfangreiche Produktion von Uranfarben, die Entdeckung der Elemente Polonium und Radium durch Marie und Pierre Curie, das erste Radiumbad der Welt und bis 1964 der Uranerzbergbau. Diese letzte Periode des Joachimsthaler Bergbaus gehört sicher zu den schlimmsten Kapiteln europäischer Bergbaugeschichte. Unter z.T. menschenunwürdigen Bedingungen mussten „Uransklaven“ Uranerze für die Sowjetunion fördern.

Heute ist Joachimsthal / Jáchymov mit seinen Bergbaurelikten und den zahlreichen Patrizierhäusern Teil des Projektes UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

Die Ausstellung ist während unserer Öffnungszeiten im Lesesaal zu besichtigen.

08. November 2016 – Heike Schwarz

Sonderausstellung “Studentinnen und Wissenschaftlerinnen an der TU BAF (1885-2015)”

Im Foyer der Universitätsbibliothek ist bis Ende November die Sonderausstellung Studentinnen und Wissenschaftlerinnen an der TU BAF (1885-2015) zu sehen.

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Diese Ausstellung soll einen wesentlichen, bisher wenig beachteten Aspekt der Universitätsgeschichte – das Wirken von Frauen an der TU Bergakademie Freiberg – herausstellen.

Porträtiert werden u.a. Mary Hegeler, die erste Studentin der Bergakademie (1885), Maja Krumnacker, die erste Professorin an der Bergakademie (1978), und Anja Geigenmüller, heute Professorin an der TU Ilmenau.

Weitere Informationen zur Ausstellung.

08. Oktober 2013 – Heike Schwarz

Ausstellung: Freiberg in der Zeit der Befreiungskriege

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Aus Anlass des 200. Jahrestages der Völkerschlacht in Leipzig wird in einer Ausstellung die Rolle Freibergs zur dieser Zeit näher beleuchtet.

Urkunden und andere Objekte wie beispielsweise Wörterbücher zur Verständigung der Freiberger Bevölkerung mit den ausländischen Truppen, Einquartierungslisten und Verpflegungsanweisungen illustrieren anschaulich die Situation jener Zeit und speziell des Jahres 1813.

Zeitgenössische Gegenstände wie der Säbel eines in Freiberg in Gefangenschaft geratenen westfälischen Infanteristen runden die Ausstellung ab.

23. April 2013 – Heike Schwarz

Ausstellung zu Hans Carl von Carlowitz

Unter dem Titel “Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann – Hans Carl von Carlowitz und die Erfindung eines Begriffs” bekommen die Besucher im Lesesaal der Universitätsbibliothek auf acht Schautafeln und in einigen Vitrinen Biographisches zum ehemaligen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz zu sehen. Zudem werden die neuesten bibliographischen Erkenntnisse zu seinem Buch ausführlich beschrieben – Kuriositäten inbegriffen.

Doch die Ausstellung will nicht nur Lesenswertes zeigen: den Besuchern soll mit den Exponaten auch ein Gefühl für die damalige Zeit geben werden. So spielen einerseits Wegbegleiter Abraham von Schönberg, Carlowitz’ Vorgänger als Oberberghauptmann, und Zeitgenosse Gottfried Silbermann, der in jenen Jahren die Silbermannorgel für den Freiberger Dom erbaute, eine Rolle. Andererseits zeigen Exponate, welche Bedeutung dem raren Rohstoff Holz im beginnenden 18. Jahrhundert zukam und wofür er benötigt wurde. Dabei wird auch mit einem Mythos aufgeräumt, nämlich, dass der Bergbau selbst der größte Holzvernichter gewesen sei.

Die Ausstellung kann bis 22. September 2013 besichtigt werden.